The Life of Pig

Auf Sina Weibo sind einige Karikaturen des Posters zum Film “The Life of Pi” gepostet worden. Darin wurde der Skandal um die Schweinekadaver im Huangpu aufgegriffen.

Hier die erste Version des Künstlers Da Shixiong (大尸凶):

Life-of-Pig

Einen kleinen Cartoon hat dann der Künstler Gou Ben (勾犇) hochgeladen:

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Darin stürzt sich der Tiger Richard Parker ins Wasser und ruft “Es gibt Fleisch! Wenn ich sterbe, dann wenigestens mit vollem Magen”

 

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Die unendliche Geschichte: Japan und China im II. Weltkrieg

屏幕快照-Shi Zhongpeng

Auch ich erinnere mich noch gut daran, dass während meiner Aufenthalte in China ständig emotionsschwangere Antikriegsfilme im Fernsehen liefen. Da musste dann immer eine tapfere chinesische Einheit gegen böse Japanische Invasoren mit besserer Ausrüstung kämpfen. Natürlich hat China vor allem während des zweiten Weltkrieges schrecklich unter den Angriffen Japans gelitten und es ist wichtig so etwas nicht zu vergessen, aber ob einseitige Fernsehfilme und Serien dafür das richtige Medium sind? Schließlich ist es kein Geheimnis, dass Japan und China vor allem wirtschaftlich auf einander angewiesen sind und angesichts der bestehenden Spannungen ist es fraglich, wie viel Öl in das Feuer gegossen werden sollte.

Nun hat Abby von globalvoicesonline China dazu einen Bericht abgeliefert.

Shi Zhongpeng, ein Schauspieler für Nebenrollen, hat berichtet im Jahr 2012 ganze 200 mal als japanischer Soldat vor der Kamera gestanden zu haben. Er sein außerdem an einem Tag acht mal für verschiedene Filmprojekte “gestorben”. Das hat als Symptom der chinesischen Filmförderung (und Verhinderung) eine öffentliche Diskussion über den Umgang mit Geschichte, aber vor allem den Umgang mit dem chinesischen Film verursacht.

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Ich gehe zwar persönlich nicht von einer echten Gefahr aus, dass zwischen China und Japan in der nächsten Zeit mit etwas anderem als Wasserwerfern geschossen wird, aber hätte die chinesiche Regierung nicht trotzdem gute Gründe, allzu viel Nationalimus im eigenen Land zu fürchten?

Spannendes Thema!

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Cramped Apartments in Hong Kong shot from above

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Tolle Fotostrecke der Society for Community Organization (SoCo) die damit auf die teilweise unzumutbaren Wohnverhältnisse in Hong Kong hinweisen wollen. Aufhänger für das Projekt war die Veröffentlichung einer Studie im Economist, die Hong Kong zur lebenswertesten Stadt der Welt erklärte.

Alle Fotos und den Artikel gibt es hier.

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Opening a hotel in China (The Balcony Guesthouse in Jinghong)

Here is an interesting article written by a friend of mine, who used to run a guesthouse called “Dragonfly Garden” in Dali, Yunnan China. Unfortunately he and his girlfriend (now his wife I presume) had to gice the place up eventually. I think everybody who had the privilege of hanging out there will agree that it was beautiful while it lasted. Luckily they started working out a new plan, for an even better place in Jinghong (Xishuangbanna). While they were in the process of figuring out the details, he wrote this article. It’s a little out of date, but still makes for a very good read. Especially for those dreaming about entrepeneurship in China.

SCMP Article

I should really try and get down there some time, see how they are doing.

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Li Chenpeng macht Schlagzeilen

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Gleich zwei neue Meldungen auf globalvoicesonline.org, über den bekannten chinesische Blogger und Regierungskritiker Li Chenpeng (李承鹏). Nutzerin Abby berichtete über eine stumme Autogrammstunde für sein neues Buch “全世界人民都知道” (Die ganze Welt weiß Bescheid) in der Li mit niemandem sprechen durfte.

Outspoken social critic and blogger Li Chengpeng recently released a new book: the Whole World Knows [zh]. Also known as an eloquent public speaker, Li delivered a bold speech on freedom of speech at China’s elite Beijing University last November. While the audience expected another speech at Li’s book signing event in his hometown of Chengdu in China’s Sichuan province on Jan 12 2013, what they saw was a silent Li with a mask on his face. His speech was censored.

Hier der Link: http://globalvoicesonline.org/2013/01/14/chinas-silent-book-signing-raises-voices/

Heute kam dann eine weitere Meldung von User owen, dass Li bei einem öffentlichen Auftritt angegriffen wurde.

On January 13, 2013 at a promotion event in Beijing for his book the Whole World Knows, 45-year-old Li Chengpeng, an outspoken critic and former soccer columnist, was slapped on the face by a man who said he was disgusted by the content of Li’s book.

The assailant, reportedly a former lawyer from China’s eastern Shangdong province, called Li a traitor. Close to the end of the book promotion, Li also dodged a knife wrapped in red paper hurled by a man. The two attackers were later detained by police.

Der Artikel nach dem Klick: http://globalvoicesonline.org/2013/01/17/outspoken-critic-attacked-at-book-promotion-in-china/

Aus europäischer Perpesktive ist es wohl schwer zu verstehen, warum man ihn überhaupt hat auftreten lassen, wenn ihm bei Auftritten verboten zu sprechen. Vielleicht so eine Art Kompromiss angesichts seines Bekanntheitsgrads. Li hat 6,6 Millionen follower bei Weibo, der chinesischen Antwort auf Twitter.

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Chinakenner Prof. Thomas Heberer wird verabschiedet

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Pendelt auch weiterhin zwischen den Kulturen: Prof. Dr. Thomas Heberer

Laut einer Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen wird Prof. Thomas Heberer mit einer Podiumsdiskussion am 24.Januar 2012 verabschiedet. Ein Grund zur Sorge ist das zum Glück nicht, denn er hat keineswegs vor es deswegen ruhiger anzugehen.

[17.01.2013] Nein, es ruhiger angehen lassen, will er künftig nicht. Warum auch. Sein halbes Leben ist Thomas Heberer zwischen China und Deutschland gependelt, hat das fernöstliche Land erkundet und sich einen Namen gemacht als dessen Kenner. Aufzuhören, weil er 65 und damit Ruheständler ist – jedenfalls auf dem Papier–, das kommt für ihn nicht infrage: „Wenn man begeisterter Forscher ist wie ich, kann man das nicht einstellen.“ Offiziell wird die Universität Duisburg-Essen (UDE) ihren renommierten Professor nun verabschieden, am 24. Januar mit einer Podiumsdiskussion. Es geht um Ost und West: „Chinas Aufstieg – Quo Vadis Europa?“ – ein Thema, das ihn seit langem beschäftigt.

Die komplette Mitteilung gibt es hier: http://www.uni-due.de/de/presse/meldung.php?id=7878

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Felix Lee: Die Gewinner der Krise – Was der Westen von China lernen kann

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Die Gewinner der Krise ist ein ungewöhnliches Buch: Es werden weder Dissidenten gelobt, noch die KP-China für Menschrechtsverletzungen kritisiert. Stattdessen hat sich der Journalist und China-Korrespondent, Felix Lee einmal auf alles konzentriert, was in China scheinbar besser funktioniert als im Westen.

Er beschäftigt sich mit Fragen wie diesen: Welche Rolle spielte China in der Finanzkrise 2009 und wie ging die chinesische Regierung damit um? Wie unterscheidet sich Chinas Industriepolitik von der westlichen und worauf wird sich die westliche Industrie in Zukunft einstellen müssen? Was macht Chinas Handels- und Währungspolitik so erfolgreich und welche Rolle wird der Dollar als Leitwährung in Zukunft spielen? Wie will die KPCh der wachsenden Ungleichheit im eigenen Land begegnen? Diese Fragen stellt der Autor, Felix Lee, vor dem Hintergrund der Überlegung, ob der Westen von Chinas Erfolgen lernen könnte, ohne seine demokratischen Errungenschaften zu vernachlässigen. Der Autor konzentriert sich dabei auf die chinesische Perspektive und stößt auf Antworten, die sicherlich nicht jedem gefallen dürften. Dennoch ist seine Herangehensweise klar strukturiert und immer nachvollziehbar. So vermittelt  dieses Buch vielleicht nicht alle Pro und (vor allem) Kontras der chinesischen Handels- und Währungspolitik, jedoch sollte man dieses Wissen einbeziehen, wenn man sich in eine Debatte um das Thema China begibt.

Felix Lee arbeitet derzeit als China-Korrespondent für die taz in Beijing.

Broschiert, Rotbuch Verlag 2012, 189 Seiten: ISBN 9783867891271, 12,95€

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